Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative

Die Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative ist ein Zusammenschluss von über 20 Städten und Landkreisen und zahlreichen weiteren Akteuren. Sie steht für Konzept und Praxis Kommunaler Koordinierung bei der Gestaltung der Übergänge Schule – Arbeitswelt „vor Ort“.  Die Arbeitsgemeinschaft sieht für sich zwei zentrale, miteinander eng verbundene Aufgaben: sich „anwaltschaftlich“ für die Anerkennung von Kommunaler Koordinierung und gute und förderliche Rahmenbedingungen einzusetzen, und die fortlaufende Verbesserung der lokalen Praxis zu unterstützen.

Kurzportrait Landeshauptstadt Stuttgart

Kurzportrait Landeshauptstadt Stuttgart

Stuttgart mit rund 614 000 Einwohnern ist eine Stadt mit hoher Wirtschaftskraft. Die Metropolregion erwirtschaftete in den vergangenen Jahren knapp 30% der Wertschöpfung in Baden-Württemberg. Jedoch ist trotz guter Ausgangslage der Übergang von Jugendlichen in die weiterführende Bildung und in den Arbeitsmarkt kein Selbstläufer. Dies gilt insbesondere für Jugendliche ohne oder mit nur niedrigem Bildungsabschluss, darunter auch Jugendliche mit Migrationshintergrund. Diese machen über die Hälfte der jungen Generation in der Stadt aus.  

Die Kommune formulierte bereits 2009 im Rahmen der „Stuttgarter Bildungspartnerschaft” das Leitziel, dass „in Stuttgart …jedem Kind und jedem Jugendlichen eine Förderung und Bildung zuteilwerden (soll), die ihm faire Zukunftschancen eröffnet”. Diese Selbstverpflichtung kann nur gelingen, wenn in der Stadt gute Zusammenarbeit und Koordinierung an den bildungsbiografischen Übergängen von Kindern und Jugendlichen stattfindet. Deshalb unterzeichnete Stuttgart bereits 2007 die Gründungserklärung der Weinheimer Initiative und ist seither Mitglied.  

2006 wurde die Steuerungsgruppe u25 als Kommunikations- und Abstimmungsort der Spitzen der verantwortlichen Akteure am Übergang Schule-Beruf eingerichtet.  Mit der Teilnahme am Bundesprogramm „Perspektive Berufsabschluss” wurde 2008 ein Regionales Übergangsmanagement Schule-Beruf im Jugendamt installiert, das mit kommunalpolitischem Auftrag sich für die Verbesserung der Übergänge von insbesondere Hauptschulabsolvent/innen einsetzte. 

2015 gründeten die Agentur für Arbeit, Jobcenter und das Jugendamt das Stuttgarter Arbeitsbündnis Jugend und Beruf mit dem Ziel, insbesondere benachteiligten Jugendlichen einen zügigen Übergang in die weiterführende Bildung und Berufsausbildung durch Ausschöpfung all ihrer Potentiale zu eröffnen. Dafür wird rechtskreisübergreifend am koordinierten Zugang junger Menschen zu den passenden Angeboten in der Stadt gearbeitet. Zu diesem Zweck wurde eine gemeinsame Fachstelle mit einem Team von Mitarbeiter/innen eingerichtet, die als Delegierte aus den verschiedenen Rechtskreisen zusammenarbeiten. Seit 2018 ist das Staatliche Schulamt vierter Kooperationspartner im Arbeitsbündnis. 

In der Fachstelle werden Angebote und Maßnahmen miteinander abgestimmt und konzipiert.  Die Mitarbeiter/innen beraten Fachkräfte bei der (Weiter-) Entwicklung von Maßnahmen, unterstützen bei der operativen Vernetzung und identifizieren aktuelle Bedarfe mit dem Ziel, schnellstmögliche und qualifizierte Unterstützung für die jungen Menschen zu eröffnen. Darüber hinaus erstellt und pflegt die Fachstelle Informationssysteme, um Transparenz und Übersicht zu den vorhandenen Angeboten am Übergang Schule- Beruf bereit zu stellen. Die Fachstelle ist dabei Anstifter und Begleiter aller Kooperationen, die einer Verbesserung der Übergänge junger Menschen dienen. 

Kontakt:

Angelika Münz
Jugendamt LHS Stuttgart
Abt. Jugendhilfeplanung, 51-00.7
Übergangsmanagement Schule-Beruf
Wilhelmstr. 3
70182 Stuttgart 

Angelika.Muenz@stuttgart.de
Telefon +49 711-55867

www.stuttgart.de