Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative

Die Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative ist ein Zusammenschluss von über 20 Städten und Landkreisen und zahlreichen weiteren Akteuren. Sie steht für Konzept und Praxis Kommunaler Koordinierung bei der Gestaltung der Übergänge Schule – Arbeitswelt „vor Ort“.  Die Arbeitsgemeinschaft sieht für sich zwei zentrale, miteinander eng verbundene Aufgaben: sich „anwaltschaftlich“ für die Anerkennung von Kommunaler Koordinierung und gute und förderliche Rahmenbedingungen einzusetzen, und die fortlaufende Verbesserung der lokalen Praxis zu unterstützen.

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Kurzportrait

Landkreis Göttingen

Der Landkreis Göttingen im Süden Niedersachsens ist mit rund 324.00 Einwohner/-innen auf einer Fläche von 1.753 km² der drittgrößte Landkreis in Niedersachsen (inkl. Stadt Göttingen). Der Kreissitz Göttingen mit etwa 130.000 Einwohner/-innen nimmt gemäß des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) einen teilautonomen Sonderstatus ein. 

Der Landkreis Göttingen entstand am 01.11.2016 aus einer freiwilligen Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode am Harz. Ihm gehören die Städte Göttingen, Osterode am Harz, Hann. Münden, Bad Lauterberg im Harz, Duderstadt, Herzberg am Harz und Bad Sachsa, die Samtgemeinden Dransfeld, Gieboldehausen, Radolfshausen und Hattorf am Harz, die Gemeinden Friedland, Gleichen, Rosdorf, Bad Grund, Walkenried und Staufenberg sowie die Flecken Adelebsen und Bovenden an.

Südniedersachsen ist durch einen deutlichen Gegensatz zwischen dem städtisch strukturierten Oberzentrum Göttingen und den umliegenden ländlichen Gebieten bei gleichzeitig enger Verzahnung der schulischen und Trägerstrukturen im Übergang zwischen Schule und Beruf gekennzeichnet. Die Sozialindikatoren der Stadt Göttingen verweisen im Vergleich zu den ländlichen Räumen des Landkreises Göttingen auf vergleichsweise günstige Entwicklungsprognosen. Dagegen stellen die ländlichen Räume u.a. infolge der demografischen Entwicklung und einer z.T. geringen Infrastrukturdichte hohe Anforderungen an schulische und außerschulische Angebote, v.a. in Form von Mobilitäts- und Erreichbarkeitsproblemen.

Um diese Herausforderungen in einer gemeinsamen Anstrengung anzugehen, besteht eine enge Kooperation der Akteure im Übergang zwischen Schule und Beruf, die am 08.03.2012 in einer Kooperationsvereinigung niedergelegt wurde. Daran sind beteiligt:

 

  • Stadt Göttingen
  • Landkreis Göttingen
  • Agentur für Arbeit
  • Wirtschaft (Industrie und Handelskammer Hannover, Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, Arbeitgeberverband Mitte)
  • DGB Südniedersachsen Harz
  • Niedersächsische Landesschulbehörde
  • Integrationsrat
  • Bildungsgenossenschaft
  • Bildungsregion Göttingen
  • Stadtelternrat
  • Kreiselternrat

Die Stadt Göttingen und der Landkreis Göttingen sind Modellprojekt des Landes Niedersachsen zur „Koordinierten Beratungsstruktur“ im Rahmen des Bündnis duale Ausbildung.

Aktivitäten im Übergang Schule-Beruf

Der Landkreis Göttingen verfolgt im Bereich der Jugendberufshilfe eine dezentrale Strategie mit einer zielgruppen- und prozessorientierten lokalen und rechtskreisübergreifenden Verzahnung der Beratungs- und Unterstützungsangebote. In der Stadt Göttingen und der Stadt Osterode am Harz werden Beratungsangebote für die jeweils umliegenden Gemeinden vorgehalten. In den Mittelstädten Duderstadt und Hann. Münden stehen Beratungs- und Kontaktläden mit einer Vielfalt von Angeboten zur Verfügung, wobei JobCenter und Jugendamt eng zusammenarbeiten.

Projekte im Landkreis Göttingen:

 

  • Berufsorientierungsprojekt: Umsetzung von Potenzialanalysen und Praxistagen zur beruflichen Orientierung mit jährlich etwa 750 Schüler/-innen Allgemein bildender Schulen, gefördert durch das BIBB (Bundesinstitut für Berufliche Bildung) (bisher nur Altkreis Göttingen).
  • Schulvermeidendes Verhalten: Stelle erfolgreicher Schulabschluss, seit 2015 gefördert durch Jugend stärken im Quartier (JUSTiQ) mit 21 Kooperationen mit Schulen im Landkreis Göttingen (bisher nur Altkreis Göttingen).
  • Junge Menschen im Übergang Schule – Beruf mit multiplen Vermittlungshemmnissen: Pro-Aktiv-Center, gefördert durch das Land Niedersachsen/ESF
  • Berufseinstiegsbegleitung: Das Projekt wird seit 2015 nach einem einheitlichen Konzept in der Stadt Göttingen durch die Beschäftigungsförderung Göttingen (BfGoe) durchgeführt, im Landkreis Göttingen durch die Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung Südniedersachsen mbH (GAB). Das Projekt hat eine fünfjährige Laufzeit und wird je zur Hälfte gefördert von Stadt bzw. Landkreis Göttingen und Agentur für Arbeit Göttingen. Die Berufseinstiegsbegleitung stellt in der Stadt Göttingen 150 und im Landkreis Göttingen (ohne Altkreis Osterode) 90 Teilnehmerplätze.
  • Jugendwerkstätten: Durch ESF- bzw. Landesmittel und SGB II und SGB VIII-Förderung unterstütztes Trägerangebot an den Standorten Duderstadt, Göttingen, Osterode (Förderung der Stadt Osterode) und Bad Sachsa.
  • Beratungs- und Kontaktladen PACentro Hann. Münden: Beratungs- und Unterstützungsangebot der Jugendberufshilfe (SGB VIII): Bewerbungen, Schulabschluss, Berufswegeplanung, Auszug aus der elterlichen Wohnung, Vermittlung therapeutischer Maßnahmen und anderer Maßnahmen der Ausbildungsförderung, Gruppenangebote (z.B. Mutter-Kind-Gruppe) 
  • Kontaktladen Boje Duderstadt: Niedrigschwellige Anlaufstelle im Innenstadtgebiet als befristeter Modellversuch in Zusammenarbeit zwischen SGB VIII und SGB II im Rahmen des § 16h SGB II; mit Clearingstelle, Anteilen Aufsuchender Arbeit und offenen Angebotsstrukturen mit dem Ziel junge Erwachsene an die öffentlichen Rechtskreisträger (wieder) heranzuführen (JobCenter, Fachbereich Jugend, GAB).

Kontakt:
Dr. Ute Reichmann
Fachbereich Jugend, Fachdienst 51.5 – Kinder- und Jugendarbeit, Jugendschutz und Jugendberufshilfe

Postanschrift:
Landkreis Göttingen FD 51.5
Frau Dr. Reichmann
Reinhäuser Landstr. 4
37083 Göttingen

Tel.: 0551-525-2112 Fax: 0551-525-6-2112
E-Mail: reichmann@landkreisgoettingen.de

www.landkreisgoettingen.de