Kurzportrait

Herten

Herten setzt auf Bildung und neue Arbeitsplätze.


Herten war bis in die 1990er Jahren noch die größte Steinkohlebergbaustadt in Europa und wurde in den Folgejahren hart durch den wirtschaftlichen Strukturwandel getroffen. Aufgrund des Bergbaurückzugs fielen 15.000 der insgesamt 26.000 Arbeitsplätze in der heute rund 62.000 Einwohner zählenden kreisangehörigen Mittelstadt weg.

Eine Vielzahl von wirtschaftspolitischen Maßnahmen helfen dabei den Strukturwandel zu bewältigen.
Neben dem Ausbau der Gesundheitsberufe sorgen neue Betriebsansiedlungen in zukunftsträchtigen Bereichen für neues wirtschaftliches Leben.  

Neue Arbeitsplätze
Allein in den letzten vier Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze um 12 Prozent angestiegen. Herten hat sich mittlerweile zum Kompetenzzentrum für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie entwickelt.  Ziel der Wirtschaftsförderung ist es ist bis zum Jahr 2020 in der Stadt 20.000  sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze anbieten zu können darunter 1.000 Arbeitsplätze im Bereich „Erneuerbare Energien“.

Um die sozialen, schulischen und beruflichen Chancen der nachwachsenden Generation zu verbessern wurde gemeinsam mit vielen Beteiligten eine Bildungskette aufgebaut, die dem Einzelnen ein lebenslanges Lernen ermöglicht. Die Vernetzung von schulischer und außerschulischer Bildung soll darüber hinaus die Entfaltung von geistigen, kulturellen und sozialen Kompetenzen unterstützen.


Bildungskette
Seit 2009 werden in dem Projekt Ein Quadratkilometer Bildung rund um die Süder Grundschule Kinder gefördert und Eltern gestärkt. Der erfolgreich gestartete Ein Quadrat Kilometer Bildung erfährt gegenwärtig einen Transfer in andere Stadtteile.

Die Förderung des Kindes bereits nach der Geburt mit der Elternberatung durch die aufsuchende Elternarbeit, Familienzentren in allen Stadtteilen, Sprachförderung in den KiTas, Ganztagsbetrieb in allen Grundschulen oder naturwissenschaftlich-technische MINT-Profilklassen in den weiterführenden Schulen, Wirtschaft und Schule als Partner und die Kooperation mit dem zdi-Netzwerk in Marl (Zukunft durch Innovation) gehören in Herten mittlerweile zum Alltagsgeschäft.  

Seit dem Jahr 2007 ist die Stadt Herten Mitglied der Weinheimer Initiative. Herten hat die lokale Verantwortung für Bildung und Ausbildung ernst genommen. Anlass waren die hohe Jugendarbeitslosigkeit, zu wenige Ausbildungsplätze und viele sogenannte Warteschleifen im Anschluss an eine Schulausbildung.


Lokales Übergangsmanagement
Mit der Fragestellung: Was benötigt ein Hertener Schüler oder eine Hertener Schülerin um einen optimalen Übergang von der Schule in den Beruf zu absolvieren, organisierte die Kommunale Koordinierung 2007 ein erstes Arbeitstreffen von Fachleuten. Daraus entstand das lokale Übergangsmanagement der Stadt Herten. Hier sitzen regelmäßig alle beteiligten Akteure an einem Tisch, die im Übergang  aktiv sind.
 
Daraus resultieren gemeinsam konzipierte Bildungsbausteine wie der Ausbildungsführer, die Berufsorientierungsberatung für Eltern und das Haus der Berufsvorbereitung. Letzteres hat das Ziel, die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 zu qualifizieren und erfolgreich in betriebliche Ausbildungen zu vermitteln.

Kontakt:
Stadt Herten
45699 Herten
Beschäftigungsförderung und Kindertageseinrichtungen
Delia Temmler
Telefon 02366 - 303 544
E-Mail: d.temmler@herten.de
www.herten.de

Weiterführende Links:

Entwicklungskonzept Herten 2020

Ausbildungsfuehrer „Da geht was“

Haus der Berufsvorbereitung